Warum Laufen mit Hund toll ist, Laufen mit Mable aber einfach nicht funktioniert

17
Apr
2016

Laufen mit Hund hat grundsätzlich viele Vorteile. Egal wie schlecht das Wetter ist, der Hund verlangt seinen Auslauf. Hunde sind daher die besten Motivatoren. Die Suche nach einem Laufpartner, mit dem man erstmal Termine koordinieren muss, wird überflüssig. Schließlich hat man ja seinen Hund, der auch immer Zeit hat, wenn man selbst möchte. Durch gemeinsame Aktivitäten wird zudem die Bindung zwischen Hund und Herrchen gefestigt. Außerdem wirkt ein Hund als Begleiter, außer er hat die Größe einer Katze, einschüchternd. Er ist also der ideale Beschützer, wenn man allein und vielleicht sogar bei Dunkelheit seine Runden dreht.

Ich habe eingangs bewusst „grundsätzlich“ geschrieben, denn Laufen mit meinem Hund Mable funktioniert leider ganz und gar nicht. Schon wenn ich nur meine Laufklamotten aus dem Schrank hole, schaut Mable skeptisch. Wenn ich dann noch meine Laufschuhe anziehe, verkriecht sie sich so leise sie nur kann in ihr Körbchen. Wenn ich dann das Brustgeschirr nehme und zu ihr gehe, um es ihr anzulegen, ist es sowieso vorbei. Sie schaut mich an als würde ich ihr das Lieblingsspielzeug wegnehmen und trottet schließlich mit eingezogenem Schwanz, widerwillig mit mir zur Tür raus. Das Laufen ist nicht nur ein Training für meine Bein- sondern auch für meine Armmuskulatur. Ich muss Mable nämlich hinter mir herziehen und das ist nicht nur nervig sondern auch ganz schön anstrengend. Für ihr Verhalten erntet sie mitleidige und ich böse Blicke von vorbeigehenden Passanten. Nach ca. 10 Minuten Laufen in eine Richtung reicht es mir meistens und ich kehre um. Sobald Madame das merkt, ändert sich schlagartig ihre Laune und sie wird wieder zur happy-Mable. Sie läuft auf einmal brav neben mir, wenn nicht sogar vor mir und es ist super angenehm. Ab und zu trickse ich sie aus und laufe dann länger in die andere Richtung. Das hat sie bis jetzt zum Glück noch nicht überrissen und läuft immer brav weiter neben mir.

So jetzt wisst ihr also wie Laufen mit Mable aussieht.

Ich weiß nicht woran es liegt, dass sie es nicht mag. Bestimmt nicht an ihrer allgemeinen Bewegungsunlust. Sie ist ein Jack Russell Terrier, diese Hunderasse ist quasi ein Synonym für Bewegungsdrang und Agilität. Bewegung mit mir mag sie aber eben einfach nicht. Ich habe es ja mittlerweile akzeptiert und drehe meine Runden alleine. Aber so ungefähr drei Mal im Jahr überkommt mich wieder ein Fünkchen Hoffnung und ich wage einen neuen Versuch. Das Fünkchen löst sich aber leider recht schnell wieder auf und ich laufe wieder alleine.

Wenn euer Hund nicht so einen an der Waffel hat wie mein kleiner Liebling, kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen, den kleinen Racker mit zu euren Joggingeinheiten zu nehmen. Vielleicht habt ihr ja auch ein paar Geschichten dazu auf Lager oder Tipps, wie ich Mable doch noch zu meiner Laufpartnerin machen kann?

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