Königin Kurkuma

04
Mrz
2018

Wer kennt sie nicht, die gute alte Kurkumawurzel? Vor allen Dingen in den letzten Jahren hat dieses Gewürz mit Hilfe der neuen Hippie-Bewegung und reisefreudigen Köchen die westliche Küche erobert. Man trinkt sie in der goldenen Milch, mischt sie Gesichtsmasken bei und würzt jede seiner Suppen mit diesem „Superfood.“ Kurkuma ist mild und würzig; man kann den Geschmack der Pflanze eher mit Curry als mit Ingwer vergleichen. Aber sie stammt der Familie der Ingwergewächse ab und wird auch Gelber Ingwer, Safranwurz oder Gelbwurz genannt. Sie kommt ursprünglich aus Südasien und schmeckt exotisch und tropisch gut. Aber warum ist Kurkuma denn so gesund und beliebt? Tja, die Powerpflanze kann tatsächlich einige herausragende Fähigkeiten vorzeigen.

  1. Entzündungshemmend: Die Heilpflanze wirkt auf molekularer Ebene gegen Entzündungen. Entzündungen sind komplizierte und nuancierte Prozesse, die im Gehirn, in den Gelenken, im Blutkreislauf und überall im Körper auftreten und zu Schwellungen führen können. Curcumin, der Wirkstoff der Kurkumawurzel, ist so potent wie entzündungshemmende Medikamente. Besonders relevant für Leute mit Rheuma oder Arthritis und generell gut für alle anderen, da Curcumin auch vorbeugend gegen Fieber und Migräne wirken kann.
  2. Senkt den Blutzuckerspiegel: Curcumin hilft dem Körper bei der eigenen Regenerierung und senkt die schlechten Cholesterol- und Blutzuckerwerte. Die Wurzel wirkt somit vorbeugend gegen Diabetes und Glukosekrankheiten.
  3. Gut für Haut und Haare: Gelbwurz liefert wertvolle Spurenelemente wie Zink und Kupfer. Diese benötigen wir für den Aufbau von Kollagen und Bindegewebe, welche unsere Haut, Haare und Nägel verschönern. Man kann Kurkuma auch äußerlich anwenden: in Gesichtsmasken und selbstgemachten Peelings wirkt Curcumin antiviral, antibakteriell und verkleinert die Poren (Vorsicht: Kurkuma färbt ab, also rechtzeitig die Maske abwaschen, wenn ihr nicht aussehen wollt wie eine Simpson-Figur).
  4. Entgiftend: Das Curcumin der Safranwurzel kann Gifte, die wir aus unserer Umwelt oder aus unserem eigenen Stoffwechsel zu uns nehmen, unschädlich machen und ist deshalb „entgiftend.“ Curcumin schwächt somit nicht nur Schwellungen ab, sondern heilt unseren Körper auf eine tiefgründige und zellenreinigende Art.

Wer sich mit dem Geschmack anfreunden kann, darf mit Kurkuma um sich werfen und es allem – sogar Süßspeisen – zugeben. Wer den Geschmack nicht so abgefahren findet, kann Kurkuma Currys oder scharfen Speisen beimischen, da die Wurzel da geschmacksneutral wird. Ich persönlich koche morgens einen Tee mit Zimtstangen, schwarzem Pfeffer, Kurkuma und Honig – unglaublich lecker, heilend und sogar trendy.

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