Intervall-Fasten: So funktioniert’s

29
Apr
2018

Was asiatische Omis schon seit Jahrhunderten machen, ist jetzt endlich auch im Westen neu: Intervallfasten, auch Intermittent Fasting genannt, ist der neue fancy Diät-Trend, den alle ausprobieren. Man muss ausnahmsweise mal nicht gefühlte zwei Wochen lang an Karotten knabbern, sondern kann jetzt einfach langfristig abnehmen, in dem man zwischendurch „fastet.“ Teilzeitfasten ist, wie der Name schon verrät, keine Fastenkur, kein Juice-Cleanse und auch keine Diät, die man aus Büchern kennt. Teilzeitfasten bedeutet, dass du phasenweise normal (aber natürlich gesund) isst, und dann phasenweise hungerst, um deinem Körper genug Zeit zu geben, Fett abzubauen und den Metabolismus zu steuern.

Dieses Fasten kann man leicht in den Alltag einbauen. Die berühmteste Methode ist die, die meine Mutter mir früher immer verklickern wollte (kein Essen nach 18 Uhr!) – man nennt dieses tägliche Teilzeitfasten die 16:8 Methode. 16:8 beschreibt das Verhältnis des Zeitfensters, in dem gegessen wird zu dem Zeitfenster, in dem gefastet wird: 8 Stunden fastet man, und dann isst man für 16 Stunden nichts (das sollte relativ einfach gehen, denn der Schlaf gehört dazu.) Klingt eigentlich so wie Ramadan, oder nicht?

Welche andere Methoden gibt es?

5:2 Methode – die 5:2 kennt man schon länger aus der Diätwelt. Diese Methode beinhaltet ganze Fastentage, die man sich wöchentlich einteilt. Normalerweise sind das ein- bis zwei Tage, bei denen auf feste Nahrung verzichtet wird, oder nur bis ca. 500 kcal an fester Nahrung eingenommen wird. Man kann langfristig auch so abnehmen, wenn man diszipliniert bleibt. Außerdem ist diese Methode, sobald man sich daran gewöhnt hat, fast kaum zu bemerken.

2:1 Methode – langfristig eher schwer einzuhalten, führt diese Methode schnell zum Gewichtsverlust. Hier fastest du jeden zweiten Tag. Das kannst du für maximal zwei Wochen ausprobieren, sonst leidest du irgendwann an Mangelerscheinungen. Falls du viel Gewicht verlieren möchtest oder ein Darmproblem ausgleichen willst, solltest du dich mit einem Ernährungsberater oder Arzt auseinandersetzen, bevor du diese Methode einsetzt, da es ein schwaches Immunsystem extrem schwächen kann.

Was sind die Vorteile?

Intervallfasten erlaubt dem Körper durchzuatmen, sich wieder zu regenerieren und lässt das Verdauungssystem mal kurz ausschalten. Für unsere gestressten und empfindlichen Därme sind Fastentage und Heilfastenkuren unersättlich. Eine tolle Nebenwirkung ist der Gewichtsverlust und ein Schwung an Energie und Lebensfreude. Studien an Mäusen haben festgestellt, dass die Mäuse, die etwas weniger als nötig gegessen haben, aufgeweckter waren und eine längere Lebenszeit hatten. Ab und zu ist dieses elendige Hungern und sich Snacks verbieten also doch gesund.

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