HIIT… Me Baby One More Time

15
Apr
2018

Was ist dieses HIIT und wieso schwärmen alle davon? Jeder, der in den letzten zwei Jahren ins Gym gegangen ist oder sich in Kreisen aufgehalten hat, die nicht komplett bettlägerig sind, sollte mittlerweile von der Trainings-Einheit HIIT gehört haben. Kennt ihr nicht auch die Leute, die auf dem Laufband für eine Minute wie Wahnsinnige sprinten und sich dann an den Seiten des Geräts festhalten und ausruhen? Ja, ich beobachte sie oft aus dem Augenwinkel und frage mich, wie man diagonal am Laufband-Rahmen chillen kann. Sie sehen zwar aus wie ambivalente Freaks, die nach zehn Minuten Laufband-Action runterspringen und aus dem Fitnessstudio verschwinden, aber eigentlich gehen sie intelligent mit ihren Körpern um, denn sie trainieren mit HIIT Einheiten.

HIIT steht für High-Intensity Interval Training und beschreibt eine Cardio Sportart, bei der man kurze (high-intensity) Phasen, in denen man sich zu 120% auspowert mit Ruhephasen (Intervals) kombiniert. Diese Trainingsart steigert deinen Puls massiv und hilft dir dabei, so schnell wie möglich Fett zu verbrennen. HIIT kreiert einen Sauerstoffmangel, der den Körper dazu bringt, noch lange nach dem Training Fett abzubauen. Diesen Effekt nennt man Afterburn – Afterburn kennt man normalerweise aus Krafttraining und Bikram Yoga.

Warum HIIT? 

  1. Metabolismus-Bombe: Durch den Afterburn-Effekt, der aufgrund des Sauerstoffmangels entsteht, regt HIIT den Metabolismus an und steigert somit die Fettverbrennung. Je nach Intensität des Trainings, verbrennt dein Körper noch 48 Stunden nach der HIIT Einheit Fett und Kalorien wie verrückt. Das bedeutet aber auch, dass du nach dem Sport wahrscheinlich komplett KO sein wirst, und dir sogar ein bisschen übel werden könnte – aber das ist normal. Achte nur darauf, dass du nicht jeden Tag HIIT ausübst, sondern zwischendrin normale Cardio-, Ruhe-, oder Yoga-Tage einbaust.
  2. Gut fürs Herz: Wie jedes gute Ausdauertraining, das deinen Puls steigert, bringt auch HIIT nur Vorteile für deinen Kreislauf und die Gesundheit deines Herzens. Der Herzmuskel wird genauso angespannt und trainiert und gestärkt wie beim täglichen Joggen – außerdem schütten etwas längere HIIT Sessions auch das altbekannte Endorphin aus, das wir von anderem Sport kennen.
  3. Schnell: Da HIIT dich so sehr beansprucht, dauern die meisten Einheiten nur circa 30 Minuten oder weniger. Ich persönlich habe eine 20-minütige HIIT Session, die aus Push-Ups, Sit Ups und Squats besteht und mich absolut aus der Bahn wirft. Danach geht bei mir erstmal gar nichts mehr, aber ich fühle mich unglaublich gut und ausgepowert. Das kann eben auch schnell in der Mittagspause oder vor der Arbeit erledigen.
  4. Geht überall: HIIT kann man tatsächlich überall machen. Du kannst, wie die Irren im Fitnessstudio, sprinten und ruhen, oder ad nauseam normale Gymnastik-Übungen machen. Du brauchst kein Equipment – HIIT beansprucht nur dein eigenes Körpergewicht, da es beim Training darum geht, deinen Puls zu steigern und ihn hoch zu halten. Falls du unbedingt willst, kannst du natürlich Gewichte benutzen – aber achte darauf, dich nicht zu verletzen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und ein perfekt geplantes Workout für Zuhause haben will, sollte sich unser 4 Weeks Home Workout Guide besorgen – darin haben Experten nicht nur HIIT, sondern auch Yoga und andere Übungen für dich vorbereitet. Falls du beim Auspowern die Nerven hast, Netflix anzuschalten, kannst du die Übungen sogar bequem vorm Fernsehen machen. HIIT your own body – es lohnt sich wirklich.

 

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