Herbst-Essentials: Entspannungs-Yoga

12
Nov
2017

Außer rauer Haut und rauen Lippen zaubert der Herbst auch raue Laune. Wir stehen morgens in der Dunkelheit auf, lassen den Wind unsere halb-nassen Haare ins Gesicht peitschen, gehen arbeiten, und verlassen das Büro, das Café oder die Universität, wenn es schon wieder dunkel ist. Das erzeugt deprimierte, wenn nicht gar depressive Stimmungen, und verringert unsere Toleranzgrenze für Stress. Wissenschaftler haben den Dunkelheits-Effekt auf die neuronale Gesundheit unseres Gehirns bewiesen: wenn der zirkadianen Uhr natürliche Lichtzufuhr fehlt, beeinträchtigt das die Neuronen, die für unsere gute Laune verantwortlich sind. Kein Wunder, dass Schokolade auf einmal den emotionalen Wert einer Karibikreise hat.

Wer tatsächlich an einer saisonal-affektiven Störung oder Winterdepression leidet, sollte sich eine Tageslichtlampe anschaffen, oder direkt ein Solarium ins Schlafzimmer stellen, denn Vitamin D ist der Schlüssel zum Glück. Für alle anderen eignet sich ein Spaziergang durchs Freie und ausreichend Bewegung. Manchmal reicht es, wenn man sich zwanzig Minuten bis zu einer halben Stunde Zeit nimmt, um zu entspannen und dem Körper etwas Gutes zu tun—wie z.B. durch Entspannungs-Yoga. Anbei findet ihr eine entspannende Yoga-Routine für den Abend, die sich im Bett, auf der Couch oder auf der Yoga-Matte ausführen lässt – und alles im Liegen.

Yoga zum Runterkommen

  1. Legt euch grade auf den Rücken und legt die eine Hand auf den Bauch, die andere auf die Brust. Dann atmet ihr für vier Sekunden ein und für sieben Sekunden aus. Wiederholt diese Atmung neun Mal.
  2. Streckt die Arme zur Seite, atmet tief ein, und zieht dann die Beine zur Brust. Hier könnt ihr euch kreativ zur Seite strecken, und die Knie näher zum Kinn ziehen. Diese Bewegung streckt die Hüfte, die Beine und kräftigt den Rücken. Achtet dabei auf den Nacken. Atmet tief aus und streckt die Beine wieder auf den Boden – diese Übung könnt ihr sechs Mal wiederholen.
  3. Zieht eure Arme näher an den Körper und winkelt die Beine an. Atmet tief ein und streckt die Beine langsam seitwärts nach rechts und links, bis sie auf dem Boden liegen. Es ist dabei wichtig, dass die Fußsohlen sich die ganze Zeit berühren. Diese Pose nennt sich „liegender Schmetterling“ und streckt sowohl die Hüfte, als auch den Rücken. Schließt dabei die Augen und haltet die Position für 5 Minuten.
  4. Zuallerletzt kommt die im Yoga wichtigste Position: alle Viere ausgestreckt wie ein Käfer, könnt ihr die Augen schließen und für 5 Minuten einfach ausschalten und atmen. Macht euch so schwer wie möglich – in der Yogalehre glaubt man, dass man sich vor allem in dieser Position erdet, in dem man seinem Körper und der Erde mit Ruhe und Stille dankt.
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